Nachrichtenkrise

Wenn man das Lamento und die geschilderten Apokalypsen betrachtet, die sich ein paar Jahre nach erscheinen des Internets über uns ergossen haben, dann bekommt ein ein Bild davon, wie es Gutenberg bei Einführung seines Buchdruckes gegangen sein muss.

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Zukunft braucht Gemeinschaft

Wer über das Alter und über die damit verbundenen Themen nachdenkt, der darf in erster Linie nicht über Geld und Rentabilität nachdenken sondern muss sich mit dem Gedanken anfreunden, dass die einzig verlässlichen Währungen Respekt und Gemeinschaft sind, wobei sich Zweites aus Erstem nährt.

Wir zerbrechen an unseren Idealen

Ich schreibe hier ja hin und wieder über die, die regieren und wirtschaften und die, die es überhaupt erst ermöglichen, das sie regieren und wirtschaften können, aber nur einen Bruchteil des Kuchens, den die Regierenden und Wirtschaftenden ihretwegen essen können, abbekommen. Ich zeichne eine Welt, wie sie sein könnte, zumindest propagiere ich sie. Sie könnte solidarisch sein. Sie könnte gerecht sein. Sie könnte satt und undurstig sein. Und jede_r könnte in ihr und von ihr leben, sie würde nicht ausgebeutet und alle wären vernünftig genug, das auch alles so zu sehen, so zu leben, so zu sein. So wie ich.

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Veritas filia temporis

Was waren das für Zeiten, in denen Wahrheit noch wenigstens ein bisschen Wahrheitsgehalt in sich trug. Zeiten, in denen der liebe Gott genauso wahr war, wie die Diagnose des Arztes, in denen Vitamin C noch gesund war und Fleisch unerlässlich. Zeiten , in denen die Ehe die einzig wahre Institution, zumal vor dem wahren lieben Gott, war und überhaupt niemand so richtig an der Wahrheit gezweifelt hat, ja, nicht zweifeln konnte, denn schließlich hatte er kein 1×20 cm großes Eingabefenster, in das er Stichworte eingeben und dann zigmillionen Einträge finden konnte, die ihm unter Umständen aufzeigten, dass es mit dem Wahrheitsgehalt des entsprechenden Suchbegriffes nicht ganz so viel auf sich hatte.

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Manchmal muss man sich ein Bein rausreißen – vom Sortieren und Wegschmeißen

Ich suche. Ich suche mein halbes Leben lang, vielleicht mein Drittel, und wenn es ein Achtel – oder noch weniger – ist. Irgendwas suchen wir immer irgendwo. Hier eine Bescheinigung (ohne die natürlich gar nichts geht), ein Anschreiben, eine Kündigung, eine Aktennotiz. Alleine das Wort schon. Aktennotiz. Ich jedenfalls suche eine Anleitung, suche hier und da, und mir fällt auf, dass meine Ablagekörbe bereits übervoll sind.

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